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Das Nocebo – Syndrom

Der Begriff „Nocebo“ kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet: - Ich werde schaden –

Synonym bedeutet dies: selbsterfüllend eingebildete, negative Prophezeiung. Der Nocebo – Effekt verursacht körperliche Beschwerden, alleine durch negative Erwartungen.

Im Vergleich dazu steht der Placebo – Effekt für positive Wirkung, allein durch den Glauben an die Behandlung.

Der Begriff „Nocebo“ wird erst seit kurzer Zeit verwendet, obwohl das Phänomen bereits seit langem bekannt ist. Weniger, wie man glauben möchte, aus dem Medizinischen, als vielmehr aus dem Voodoo.

Es gibt Berichte vom Anfang des 20. Jahrhunderts, denen zufolge jemand glaubte, sterben zu müssen, weil ein anderer mit einem Knochen auf ihn gezeigt habe.

Obwohl der eingebildet Todgeweihte völlig gesund war – ohne Schmerzen, Fieber oder andere Symptome – war die betroffene Person schwach, kränklich und fühlte sich sterbenselend.

Etwas, das nicht wirklich ist, macht krank!

Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass ängstliche, übervorsichtige Menschen – und da vor allem Frauen – eher betroffen sind.

Noch weiß man nicht, wie dieses Phänomen entsteht. Man spricht von „unbeabsichtigt negativer Suggestion" oder von "selbsterfüllender Prophezeiung“.

Ein paar Erklärungsansätze gibt es jedoch von Seiten der Experten:

Der Betroffene hat aufgrund von negativen Äußerungen Anderer eine pessimistische Einstellung z.B. zum Produkt, und er erwartet zwangsläufig Nebenwirkungen bis hin zu einer Verschlechterung. Diese negativen Erwartungen senken den Spiegel an Endorphinen. Dieser Absturz an sogenannten Glückshormonen im Blut kann in der Tat dazu führen, dass sich der Mensch schlechter fühlt, schmerzempfindlicher reagiert oder dass sich plötzliche Krankheitsbilder zeigen. Zugleich schüttet der Körper, sobald er etwas Negatives erwartet, den Botenstoff Cholecystokinin aus. Dies wiederum ist ein Hormon, welches im Gehirn als Neurotransmitter wirkt und daran beteiligt ist, wenn sich ein Gefühl von Angst und Panik entwickelt.

Gleiches passiert, wenn wieder mal die Medien eine Horrormeldung verbreiten über z.B. schädliche Auswirkungen von Handys und Funkmasten, angeblich krebserregende Nebenwirkungen von Nahrungsmittelzusatzstoffen oder zellschädigenden Reaktionen auf Substanzen in Kosmetika. Obwohl keinerlei 100%-ige Beweise vorliegen, keine wissenschaftlichen Gutachten darüber verfasst wurden, reagieren Nocebo -Abhängige auf jene vermeintlichen Auslöser. Meist genügt dann schon die beste Freundin, bei welcher sich jene Symptome gezeigt haben und man wird zum Trittbrett-Fahrer.

Amerikanische Epidemiologen schätzen, dass Nocebo weltweit für mindestens 5% aller Infarkttode verantwortlich ist.

Viele von uns haben am eigenen Körper gespürt, dass es plötzlich zu jucken anfängt, wenn von Flöhen die Rede ist.

Übelkeit, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen können alleine dadurch verursacht werden, dass wir uns von anderen „anstecken“ lassen. Wir reden uns die Symptome solange ein, bis wir sie endlich bekommen.

(Quelle: Auszüge aus „Planet Wissen, Lebenshilfe“)

Ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit, wo der Freitag ein absoluter fleischloser Tag war. Uns Kindern wurde eingebläut, wer am Freitag Fleisch isst, wird krank und kommt in die Hölle. Es hat Jahre gedauert, diese Kindheits-Suggestion zu ignorieren.

Mit einer frauenspezifischen Art „Nocebo – Effekt“ werde ich mehrmals in der Woche konfrontiert, diese Beispiele kennen Sie sicher auch in Ihrem Institut:

° Weil eine einzige Kundin mit einem Präparat nicht klar kommt, lehnt die Kosmetikerin dieses Produkt generell ab oder wagt sich nur sehr ängstlich daran.

Um ihre Hilflosigkeit nicht zugeben zu müssen, macht sie dann aus einer Kundin gleich ½ Dutzend.

° Wenn die Presse wieder einmal ihr Sommerloch mit einer Hiobsmeldung füllen musste und einem Inhaltsstoff eine lebensbedrohende Nebenwirkung aufgebrummt wurde, werden alle INCI´s hektisch durchforstet und jede noch so banale Hautreaktion diesem armen Stoff zugeordnet.

° Eine Kundin ist versessen darauf zu behaupten, sie reagiere auf sämtliche Konservierer und Parfümstoffe mit einem Hautausschlag.

Dabei kennt die gute Frau gerade mal 3 Konservierungsstoffe beim Namen und das auch nur weil ständig darüber geredet wird. Und, was die Parfüms anbelangt, wäre sie schon längst nicht mehr am Leben, denn es gibt quasi nichts, was nicht irgendwie aromatisiert ist.

Ich sage immer:

Wir brauchen keine Katastrophen und auch keine negativen Einflüsse von außen – wir machen uns unsere Probleme und Krankheiten von ganz alleine.

Von diesen Ängsten und selbstsuggerierten Reaktionen boomen diverse Branchen wie die Medien, Lebensmittelindustrie, Nahrungsergänzungsmittel und auch manch einer in der Kosmetik.

Herzliche Grüße

Ihre Chris Farrell

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