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Anti – Aging

Kaum ein anderes Thema hat in den letzten Jahren für derart kontroverse Diskussionen gesorgt, wie das Thema Anti-Aging.

Für die einen gilt es als medizinische Hoffnung für die ewige Jugend, während andere darin eine geschmacklose Anbiederung an einen, dem Jugendwahn verfallenen Zeitgeist sehen.

In einem sind sich Befürworter und Gegner jedoch einig: Sie halten Anti-Aging für eine mehr oder weniger notwendige Erfindung des 20. Jahrhunderts.

Jedoch hier täuschen sich beide Parteien. So lange es Heilkunde gibt, so lange gibt es auch Versuche und Therapien, das Altern zu stoppen.

Manche dieser „Rezepte“ sind heute noch praktikabel, andere haben sich als ausnahmslos unwirksam erwiesen und wieder andere sind sogar recht schädlich.

Alle zusammen sind jedoch nichts weiter als ein Ausdruck des immerwährenden Kampfes der Menschheit gegen eine unbarmherzig tickende, biologische Uhr.

Die Geschichte der Anti-Aging Bewegung ist somit auch eine Kulturgeschichte menschlicher Hoffnungen, Illusionen und Eitelkeiten.

Und dies macht sie unfreiwillig oft zur unterhaltsamen Comedy-Show mit garantiertem Schmunzeleffekt:

Die frühesten medizinischen Aufzeichnungen, die wir kennen, stammen aus dem alten Ägypten. Bereits auf 1500 v. Chr. gefundenen Papyrus-Aufzeichnungen sind Kapitel zu lesen, mit der magischen Überschrift:

Wie mache ich aus einem alten Mann einen jungen Mann?“

Da kannten doch tatsächlich bereits 3500 Jahre vor der Erfindung von Viagra und Testosterongelen, die alten Ägypter das Fachgebiet des Andrologen (Männerarzt). Übrigens ist gerade jetzt  die Medizin dabei, diese Fachrichtung wieder neu zu erfinden.

Natürlich haben auch die ägyptischen Frauen ihre Anti-Aging Strategien verfolgt, indem sie gerne und vor allem heftig in den Schminktopf griffen und so der Natur trotzten.

Die bekannteste antike Ägypterin war Cleopatra, eine luxuriöse Wellness-Anhängerin. Sie praktizierte vergleichsweise harmlose Strategien, um dem Alter und Aussehen ein Schnippchen zu schlagen.

In der griechischen Kultur war Hippokrates, der Stammvater aller Ärzte, ein wahrer Lifestyle Mediziner. Ihm lag die weibliche Schönheit besonders am Herzen und so finden sich auch bei ihm umfangreiche Rezepturen gegen die Alters-Wehwehchen der Haut und des Körpers.

Auch in der traditionellen asiatischen Heilkunde spielen Maßnahmen zur Lebensverlängerung eine große Rolle. In der asiatischen Kultur taucht immer wieder die Bezeichnung „Lebensatem“ auf. So erklärt sich auch die Tatsache, dass Yogatechniken und Meditationsübungen mit der bewussten Kontrolle der eigenen Atmung beginnen.

In der Philosophie mancher asiatischer Heiler lässt sich auch das „vitale Prinzip“ über den Atem übertragen. Deshalb findet sich in altchinesischen Schriften der Rat, alte Männer sollen sich, zur Lebensverlängerung,  so oft wie möglich von jungen Mädchen anhauchen lassen. Eine Therapie, wie geschrieben steht, die besonders den Männern nicht unangenehm war.

Andere Kulturen wollten es beim „Hauchen“ alleine nicht belassen. Bereits im Alten Testament wird berichtet, wie das Volk Israel mit Sorge bemerkte, dass ihr in die Jahre gekommener König David, dem Alter Tribut zollen musste.

So steht im „Buch der Könige“ geschrieben:

„Als aber der König David alt war und hoch betagt, konnte er nicht warm werden, wenn man ihn auch mit Kleidern bedeckte“. Wie man sich vorstellen kann, war der Hofstaat darüber zutiefst beunruhigt. Doch seine engsten Vertrauten (Männer) wussten sofort Rat, und weiter steht geschrieben:

„So also sprachen seine Großen:

Man suche unserem Herren, dem König, eine Jungfrau, die vor dem König stehe und ihn umsorge und in seinen Armen schlafe und unseren Herren, den König, wärme.“ Und so führte man dem König die Jungfrau Abischag zu und diese teilte fortan das Lager mit ihm.

Resümee:

Seitdem hat die Illusion, sich über einen wesentlich jüngeren Lebenspartner selbst zu verjüngen, nichts an Attraktivität verloren. Waren es bislang vor allem alternde Männer, so genannte „Sugar Daddies“, die dieser Vorstellung frönten, glauben inzwischen zunehmend auch ältere Damen an die Kraft des jüngeren Partners.

So schmückt man sich gerne mit einer Gespielin oder einem Gespielen, welche dann meist jünger sind als die eigenen Kinder.

Da es aber diese „Anti-Aging Illusionen“ nicht auf Rezept gibt, erwachen die Betroffenen früher oder später aus ihrer Traum-Imagination, und der Vergleich im Spiegel lässt sie neben dem jüngeren Partner eher noch älter aussehen.

Drehen wir die Zeit weiter, so kommen wir ins Mittelalter, der Geburt des Mythos vom Jungbrunnen. In dem berühmten Gemälde von Lucas Cranach wird beispielsweise gezeigt, wie ein Bad, bestehend aus wundersamem Wasser, aus alten Hutzelweibern wieder blühende junge Frauen macht. Die Vorstellung und der Glaube an einen solchen Jungbrunnen hielt sich bis in die frühe Neuzeit hinein.

Der spanische Forscher Ponce de Leon brach 1513 zu einer großen Expedition in die soeben entdeckte „Neue Welt“ auf, auf der Suche nach dem sagenhaften Jungbrunnen.

Diesen fand er zwar nicht, dafür aber entdeckte er Florida.

Resümee:

Heute findet sich in dem amerikanischen Rentnerparadies die mit Abstand höchste Dichte von Anti-Aging Kliniken weltweit.

Man könnte etwas süffisant behaupten, dass sich der Traum von Ponce de Leon doch noch ein bisschen erfüllt hat, wenn auch mit knapp 500 Jahren Verspätung.

Die Geburtsstunde der Endokrinologie lässt sich auf den Tag genau festlegen, es war der 1.Juni 1889, als Prof. Brown-Séquard an der Pariser Universität einen Vortrag hielt, mit dem etwas umständlichen Titel:

„Einige Effekte, die beim Menschen durch die subkutane Injektion eines flüssigen Extraktes aus Meerschweinchen- und Hundehoden hervorgerufen werden.“

Brown-Séquard war ursprünglich Nervenarzt, hatte aber auf seine alten Tage hin ein neues Interessengebiet entdeckt:

Die Altersforschung.

Sein Hundehodentonikum hatte der Professor  vor allem an sich selbst ausprobiert. Voller Begeisterung berichtete er seinen Studenten, seit Beginn dieser Therapie könne er wieder länger arbeiten, besser schlafen, problemlos Wasser lassen und – last but not least – könne er auch seine Frau wieder beglücken.

Brown-Séquards Vorlesung schlug ein wie eine Bombe. Die Zeitungen berichteten die Sensation in großen Lettern. Internationale Einladungen überhäuften den Professor. Findige Unternehmer begannen mit der industriellen Herstellung entsprechender Injektionslösungen, die sie dann in alle Welt exportierten.

Bei aller Euphorie – gab es auch Skeptiker.

Dies waren vor allem seine Universitätskollegen, welche die von Brown-Séquard vorgebrachten Belege über die Wirksamkeit seines Wundertonikums als äußerst dürftig bezeichneten.

Heute wissen wir, Brown-Séquards Gegner hatten Recht, sein Tonikum war völlig unwirksam. Die von dem begeisterten Neurologen berichteten Wirkungen waren allesamt reine Placeboeffekte.

Aber dennoch:  Das Prinzip, fehlende Hormone dem menschlichen Körper wieder zuzuführen und ihn dadurch zu verjüngen, hatte Brown-Séquard richtig erkannt.

Es dauerte dann noch einmal rund 80 Jahre, bis das Verfahren allgemein angewandt werden konnte.

Heute gilt Brown-Séquards Vortrag von 1889 als die Geburtsstunde der Endokrinologie.

In der Nachkriegszeit wurde im deutschsprachigen Raum Paul Niehans zu einem vielbeachteten Anti-Aging Arzt. Er entwickelte die nach ihm benannte Zellulartherapie, die vor allem darauf beruhte, den alternden menschlichen Organismus dadurch zu „revitalisieren“, dass er ihm Zellextrakte von Schafsembryonen injizierte. Unter den Patienten, die Niehans in seiner exklusiven Schweizer Klinik behandelte, fanden sich so illustre Namen wie Konrad Adenauer, Charlie Chaplin und sogar Papst Pius XII, um nur einige zu nennen. Dahinter steckte der Mythos, dass mit der Injektion von Zellextrakten aus Schafsföten ein Stück Jugend übertragen wird.

Die moderne Anti-Aging Medizin versucht dem Alterungsprozess auf einer eher wissenschaftlichen Basis zu begegnen:

Die Neutralisierung von freien Radikalen durch anti-oxidative Vitamine gehört ebenso zu ihrem Programm wie der Ersatz fehlender Hormone durch eine Substitution.

Natürlich spielt auch der Lebensstil eine wichtige Rolle. Eine hundert prozentige Erfolgsformel hat man jedoch auch heutzutage noch nicht gefunden, und so preisen nach wie vor viele marktschreierische Gurus ihre Wundermethoden an, einem Kaleidoskop zwischen Voodoo, Wissenschaft und Illusion – wie es seit 4000 Jahren der Fall ist.

Und so träumen wir nach wie vor den Traum der ewigen Jugend, wohlwissend, dass Träume „Schäume“ sind.

Trotzdem oder gerade deshalb wünsche ich Ihnen

Schöne Träume

Ihre Chris Farrell

 

unterschrift

 

Quellennachweis: Anti-Aging News.

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